Kuss
Ich bin 13.
Wir liegen auf der Couch und schauen Fernsehen. Es ist Nachmittag. Ich drehe mich zu ihm herum. Schaue lange in seine Augen. Fühle mich nicht unsicher nach den ganzen Momenten, in denen er mir so viel Angst gemacht und mir vorgeworfen hat, ich würde ihn provozieren.
Im Gegenteil. Ich fühle mich wohl. Drücke ihm langsam einen Kuss auf den Mund. Er ist überrascht. Aber nicht abgeneigt. Ohne großes Gerede schiebt er seine Zunge zwischen meine Lippen.
Es kommt mir vor, als würden wir uns minutenlang küssen. Zart und vorsichtig, dennoch erforschend. Es fühlt sich an wie eine kleine Befreiung. Wie etwas, was jetzt endlich raus ist, ohne darüber zu sprechen.
Ich weiss nicht, was ich fühle. Auch nicht, was ich fühlen soll. Ich weiss, dass es falsch ist. Er auch. Aber es fühlt sich trotzdem richtig an in diesem Moment. Es fühlt sich gut an. Oder ich bilde mir zumindest ein, dass es sich gut anfühlt.
Er schiebt mich sachte von sich weg und flüstert mir etwas ins Ohr. Was, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber an das, was er mir noch gesagt hat. Er klingt etwas sauer, als er mich fragt, wie oft ich schon so geküsst habe. Ich könne das so gut und würde ihn wahnsinnig damit machen.
Habe ich schon jemals jemanden geküsst? Nein. Meine Zunge über die Zunge eines anderen gleiten lassen? Nein.
Ich sage ihm das. Er schaut mich an, ich bekomme etwas Angst. Dann küsst er mich weiter. Ich mache mit. Bis wir atemlos sind und den Schlüssel in der Wohnungstür hören.
Wir liegen auf der Couch und schauen Fernsehen. Es ist Nachmittag. Ich drehe mich zu ihm herum. Schaue lange in seine Augen. Fühle mich nicht unsicher nach den ganzen Momenten, in denen er mir so viel Angst gemacht und mir vorgeworfen hat, ich würde ihn provozieren.
Im Gegenteil. Ich fühle mich wohl. Drücke ihm langsam einen Kuss auf den Mund. Er ist überrascht. Aber nicht abgeneigt. Ohne großes Gerede schiebt er seine Zunge zwischen meine Lippen.
Es kommt mir vor, als würden wir uns minutenlang küssen. Zart und vorsichtig, dennoch erforschend. Es fühlt sich an wie eine kleine Befreiung. Wie etwas, was jetzt endlich raus ist, ohne darüber zu sprechen.
Ich weiss nicht, was ich fühle. Auch nicht, was ich fühlen soll. Ich weiss, dass es falsch ist. Er auch. Aber es fühlt sich trotzdem richtig an in diesem Moment. Es fühlt sich gut an. Oder ich bilde mir zumindest ein, dass es sich gut anfühlt.
Er schiebt mich sachte von sich weg und flüstert mir etwas ins Ohr. Was, daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Aber an das, was er mir noch gesagt hat. Er klingt etwas sauer, als er mich fragt, wie oft ich schon so geküsst habe. Ich könne das so gut und würde ihn wahnsinnig damit machen.
Habe ich schon jemals jemanden geküsst? Nein. Meine Zunge über die Zunge eines anderen gleiten lassen? Nein.
Ich sage ihm das. Er schaut mich an, ich bekomme etwas Angst. Dann küsst er mich weiter. Ich mache mit. Bis wir atemlos sind und den Schlüssel in der Wohnungstür hören.
einsamkeit_der_sterne - 1. Jun, 21:38
